Sparen oder Nichtsparen, das ist hier die Frage!

Allerdings, spannender als die Frage scheint doch die Antwort zu sein. Nur, wie so oft, ganz einfach wird eine Antwort darauf nicht zu finden sein. Sowohl die nationalen als auch die europäischen und internationalen Geister scheiden sich daran, gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise. Eine Patentlösung lässt sich in dieser Angelegenheit eh nicht finden; jedenfalls nicht kurzfristig. Diese Einsicht darf jedoch nicht dazu führen, in Lethargie zu verfallen.

 Wie schwierig und zugleich widersprüchlich sich die Lösungsfindung darzustellen vermag, zeigt die folgende Situation:
Während Europa die Regierung in Athen erst kürzlich dazu verdonnert hat, drastische Sparmaßnahmen einzuleiten, um damit den griechischen Haushalt wenigstens wieder annähernd auf Kurs zu bringen, warnt der Economist nun in seiner neusten Ausgabe insbesondere Deutschland davor, an seinem rigiden Sparkonzept festzuhalten. In dem Artikel „Europa’s engine. Why Germany needs to change, both for its own sake and for others” fordert er Deutschland geradezu auf, einen Konsum orientierteren Kurs einzuschlagen.

„[T]he idea that Germany should itself seek to adjust, through lower saving and higher consumption and investment, still seems unacceptable to Angela Merkel’s government.”

Ob die Besucher der internationalen Tourismusmesse (ITB) in Berlin dem Aufruf des Economist gefolgt sind, lässt sich nicht mit letzter Sicherheit bejahren, mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl aber verneinen. Auch das weltweit größten Reisebüro suhlt sich in der Hoffnung, mit der möglicherweise neugefundenen Konsumlust der Gäste den Weg aus der Krise zu meistern.

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird niemals weitergegeben.Erforderliche Felder sind mit einem * markiert.