Kopenhagen ist kein Scherbenhaufen

Fariborz Zelli, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Umweltpolitik und Ressourcenmanagement am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) schreibt über die positiven Aspekte der Koferenz in Kopenhagen:

Was ist das Vermächtnis von Kopenhagen? Auch wenn kostbare Zeit verschenkt wurde, die Konferenz hinterlässt keinen reinen Scherbenhaufen, sondern einen klaren Auftrag, die Interessen der ärmsten Länder stärker zu berücksichtigen. Wer jetzt reflexartig die Trägheit des UN-Prozesses kritisiert und kleinere Foren als bessere Alternative preist, hat diese Botschaft nicht verstanden. Es gibt genug Arenen, in denen Industrie- und Schwellenländer bei der Diskussion klimarelevanter Themen unter sich sind, etwa die G8+5- bzw. G20-Verhandlungen oder das von den USA initiierte ‚Major Economies Forum on Energy and Climate‘. Der Aufstand der Kleinen in Kopenhagen hat verdeutlicht, dass die UN-Klimaverhandlungen derzeit die einzige Plattform für die Stimmen derer bieten, die von der globalen Erwärmung am stärksten betroffen sind. Ziel der nächsten Monate muss sein, diese Stimmen stärker einzubinden, um eine breitere Basis für ein ehrgeizigeres Abkommen zu schaffen.

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